Vortrag und Demo gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Zwei Veranstaltungen zu Afghanistan in Obergünzburg:

Afghanistan – Deutschlands ferner Freund
Information aus erster Hand durch Khwazik Mamozai
Mittwoch, 18. Januar 2017
Hirschsaal, Marktplatz 4, Obergünzburg
Beginn: 19:00 Uhr – Eintritt frei
Seit über 100 Jahren bestehen Beziehungen zwischen Deutschland und Afghanistan. Was geschah in der Zeit und was passiert im Moment?
Der Helferkreis Asyl in Obergünzburg lädt zu diesem Vortrag mit anschließender Frage- und Diskussionsrunde ein. Es sollen dabei auch die Erwartungen und Chancen für Afghanen auf eine gelungene Integration in Deutschland thematisiert werden.

Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan
Samstag, 21. Januar 2017
Treffpunkt: 14:00 Uhr Platz vor dem evang. Gemeindehaus in Obergünzburg
Kundgebung: ab ca. 14:30 Uhr am Marktplatz Obergünzburg
Unsere afghanischen Flüchtlinge sind massiv von Abschiebung bedroht.
Wir fordern: Bleiberecht für alle Flüchtlinge aus Afghanistan
Kundgebungsredner:
Barbara Lochbihler, Vizepräsidentin des Menschenrechtsauschusses des Europ. Parlaments
Remigius Kirchmaier, OStD Berufsschule MOD
Veranstalter:
Helferkreis Asyl Obergünzburg in Verbindung mit dem Bündnis für Flüchtlinge Kaufbeuren, Ostallgäu und Umgebung.

Nach wie vor sammelt das Bündnis für Flüchtlinge Unterschriften gegen die Abschiebung von afghanischen Flüchtlingen. Hier können Sie den offenen Brief zum Unterschreiben downloaden: keine-abschiebungen-von-fluechtlingen-nach-afghanistan

 

Frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr…

…wünscht das Bündnis für Flüchtlinge allen Menschen aus nah und fern!

Der Aussage des Augsburger Diözesan-Caritasdirektor Andreas Magg können wir uns nur anschließen:
„Indem Gott zu Weihnachten Mensch wurde, hat er dem Menschen eine Würde geschenkt, die ihm nunmehr zu Eigen ist und die ihm kein Staat, kein Gesetz oder irgendeine politische Partei nehmen kann.“
Den ganzen Artikel lesen Sie unter: https://www.caritas-augsburg.de/aktuelles/presse/abschiebung-der-afghanen-setzt-ein-fatal

Bitte unterstützen Sie unsere Unterschriftenaktion gegen die Abschiebung von Flüchtlingen nach Afghanistan. Sehen Sie dazu bitte den untenstehenden Artikel.

Keine Abschiebung von Flüchtlingen nach Afghanistan

Bündnis für Flüchtlinge sammelt Unterschriften für offenen Brief

Unterstützen auch Sie den offenen Brief des Bündnisses an untenstehende Politiker indem Sie ihn unterschreiben. In der jetzigen Lage ist es unverantwortlich Menschen zurück nach Afghanistan zu schicken! Wir möchten uns den bundesweiten Aktionen gegen die Abschiebung afghanischer Flüchtlinge (u.a. von Pro Asyl und IPPNW) anschließen und regional noch mehr Gewicht verleihen.
Drucken Sie bitte folgende Datei (Offenere Brief: keine-abschiebungen-von-fluechtlingen-nach-afghanistan) aus und senden Sie die gesammelten Unterschriften an:
Bündnis für Flüchtlinge
c/o Generationenhaus
Baumgarten 32
87600 Kaufbeuren

Offener Brief an
Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel
Herrn Bundesinnenminister Thomas de Maizière
Herrn Ministerpräsident Horst Seehofer
Herrn Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann
Herrn Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke
Bundestagskandidaten für den Wahlkreis 257 Ostallgäu

Keine Abschiebung von Flüchtlingen nach Afghanistan

Afghanistan befindet sich seit Jahrzehnten im Krieg. Die gegenwärtige Lage ist geprägt von heftigen Kämpfen, Bombenanschlägen und Terror. Bedrohungen und Gewalttaten gegen die Zivilbevölkerung  gehören zum Alltag. Weit über eine Million Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht.

In ersten Halbjahr 2016 forderte der Krieg über 1.600 Tote und mehr als 3.500 Verletzte unter der afghanischen Zivilbevölkerung.

Die humanitäre Situation in Afghanistan ist laut UNHCR (Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen) katastrophal.* Eine Besserung ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten.

Wer Afghanistan zum sicheren Herkunftsland erklärt, verschließt seine Augen vor der Wirklichkeit.

In den letzten Jahren galt ein Abschiebe-Stopp für Flüchtlinge aus Afghanistan. In der jetzigen Lage will Deutschland die afghanischen Flüchtlinge wieder zwangsweise zurück schicken, nachdem sie oft unter Lebensgefahr bis zu uns gelangt sind. Unter ihnen machen sich zunehmend  Verzweiflung und Angst vor Abschiebung breit. Selbst afghanische Flüchtlinge in Ausbildung sollen in Bayern abgeschoben werden. Auch die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfer in der Flüchtlingsarbeit leiden unter dieser schlimmen Situation.

Wir sehen Zwangsabschiebungen nach Afghanistan als staatliches Unrecht an, das den christlichen Grundwerten und dem humanitären Empfinden widerspricht und „weder durch staatliche Verträge, noch durch das Grundgesetz gedeckt ist.“*

Deshalb fordern wir von allen politisch Verantwortlichen:

  • Keine Abschiebungen von Flüchtlingen nach Afghanistan
  • Sicheres Bleiberecht für Flüchtlinge aus Afghanistan
  • Zugang zu Integrations-und Sprachkursen für alle Flüchtlinge

 *Offener Brief der IPPNW (Internationale Ärzte in sozialer Verantwortung) an Bundeskanzlerin, Bundesregierung und Innenminister
vom 17.11.2016

Zur Finanzierung einer Anzeige für die Kampagne in der lokalen Presse sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Wir freuen uns über eine Überweisung auf das Konto von Dagmar Werner, IBAN: DE49734500003595097647 bei der Sparkasse Kaufbeuren mit dem Stichwort: „Bündnis“. Vielen Dank!

Global denken – lokal handeln

Wie hängen Fairer Handel und Fluchtursachen zusammen?
Vortrag mit Diskussion

Dienstag, 15. November 2016 um 20:00 Uhr
Hotel Hasen, Ganghoferstraße 7, Kaufbeuren
Referent MdB Uwe Kekeritz, Bündnis 90/Die Grünen

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„Entwicklungspolitik fängt bei uns vor der Haustüre an. Unsere Städte und Gemeinden können Politik mit dem Einkaufswagen machen“, ist der Bundestagsabgeordnete Uwe Kekeritz überzeugt.

„Wir tragen große Verantwortung, wenn Kinder in Steinbrüchen und Bergwerken ausgebeutet werden. Wenn Näher und Näherinnen ihre Familien aufgrund der miserablen Bezahlung nicht satt bekommen oder wenn aus Kostengründen die Umwelt gnadenlos zerstört wird. Zur Änderung dieser Verhältnisse sind sowohl die internationale Politik als auch wir vor Ort gefordert“, gibt Kekeritz zu bedenken.

Jede Kommune kann einen Beitrag für die „Eine Welt“ leisten. Städte und Gemeinden können positives Beispiel für ihre Bürgerinnen und Bürger sein, wenn sie nach ökologischen und sozialen Kriterien beschaffen. Und nicht nur das: Die Kommunen können entwicklungspolitische Bildungsarbeit leisten. Auch können sie durch Partnerschaften mit Kommunen aus Entwicklungsländern sowie durch die Integration der hier lebenden Migrantinnen und Migranten investieren und zugleich profitieren.

Eintritt frei

2. Studientag für ehrenamtliche Helfer

„Refugees welcome – noch immer?“

Samstag, 05.11.2016 von 9:00 – 16:30 Uhr
Modeon, Schwabenstaße 58, Marktoberdorf
Teilnahmegebühr: 6,00 € (Mittagessen auf eigene Kosten)

Dieser Tagesworkshop soll ehrenamtlichen Helfern in der Flüchtlingsarbeit u.a. eine Plattform des Austauschs bieten. Des Weiteren sollen fachliche Einheiten Wissen vermitteln. Im Fokus stehen hierbei die Unterstützungsstrukturen, die Ehrenamtliche bei der Ablehnung eines Asylantrags dem Betreffenden anbieten können und die Sensibilisierung von Ehrenamtlichen im Umgang mit Menschen aus anderen Kulturräumen.

Download der Einladung: studientag-fuer-helferkreise-2016

Anmeldung bitte bei:
Bischöfliches Seelsorgeamt – Außenstelle Kaufbeuren
Spitaltor 4, 87600 Kaufbeuren
Telefon: 08341/9382-21 oder -22
E-Mail: seelsorgeamt.aussenstelle-kaufbeuren@bistum-augsburg.de

Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten

Mittwoch, 19. Oktober 2016 um 19:30 Uhr
VHS Kaufbeuren, Spitaltor 5, Raum 105 (1. Stock)
Vortrag von Christian Artner-Schedler, Referent für Friedensarbeit, pax christi Augsburg
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Deutschland ist der größte Rüstungsexporteur Europas und liegt hinter den USA und Russland weltweit an dritter Stelle der Waffenlieferanten. Damit trägt Deutschland  zu weltweiter Flucht bei. Zu den Empfängern zählen Diktaturen und Konfliktregionen wie der Nahe und Mittlere Osten. Genau aus diesen Ländern kommen die meisten Flüchtlinge.

Im Vortrag werden anhand einer Präsentation die aktuelle landesweite Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“, die gesetzlichen Grundlagen und die wichtigsten Fakten zum bundesdeutschen Waffenhandel samt Handlungsmöglichkeiten vorgestellt.

Veranstalter:
Bündnis für Flüchtlinge Kaufbeuren, Ostallgäu und Umgebung
Kaufbeurer Initiative für Frieden, Internationalen Ausgleich und Sicherheit (KIFIAS)

Der Islam in Deutschland – Muslime unsere unbekannten Nachbarn

Mittwoch, 5. Oktober 2016 von 19:30 – 22:00 Uhr
Landratsamt Ostallgäu, Schwabenstraße 11, Marktoberdorf
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Der Islam in Deutschland. Fast täglich wird in den Medien über den Islam berichtet, meist in Zusammenhang mit Integrationsproblemen, Radikalisierung und Terror. Auf der anderen Seite leben wir in Deutschland bereits Jahrzehnte friedlich zusammen, teils Tür an Tür, mit Menschen anderen Glaubens.

Der Vortrag von Pater Lothar Bily (Fundamentaltheologe, Benediktbeuern) versucht aus christlicher Perspektive auf unsere muslimischen Nachbarn zu blicken. Basiswissen über die verschiedenen Ausprägungen des Islams und historisch gewachsenen Konflikten, sowie Einblicke in den konkret gelebten Glauben der Muslime in Deutschland sollen helfen, den Islam und die uns noch häufig unbekannten Nachbarn näher kennenzulernen.

Veranstalter:
Bischöfliches Seelsorgeamt Außenstelle Kaufbeuren in Kooperation mit dem Landratsamt Ostallgäu, Ehrenamtskoordination Asyl

https://www.facebook.com/events/416016225188920/

Wir weigern uns, Feinde zu sein

Vortrag und Diskussion mit Daoud Nassar aus Bethlehem
Mittwoch, 21. September 2016 um 19:30 Uhr
Haus St. Martin, Kaufbeuren, Spitaltor 4

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Daoud Nassar ist Palästinenser, Christ und Friedensaktivist. Er kämpft mit seiner Familie seit über 25 Jahren um sein Grundstück bei Bethlehem, das zu Ehren des Großvaters Dahers Weinberg heißt. Der Kampf ist ein Ringen mit der israelischen Militärbehörde, der Justiz sowie mit radikalen jüdischen Siedlern der nahegelegenen Siedlung Neve Daniel. Mitte Mai 2014 wurden 1500 Obstbäume und Weinstöcke durch israelische Bulldozer zerstört. Ein Ende des Prozesses, bei dem es letztlich um die Frage geht: Wem gehört das Land?, ist nicht in Sicht.

Nichtsdestotrotz hat Daoud Nassar vor Jahren sein Begegnungs- und Friedensprojekt „Zelt der Völker“ begonnen. Sein Motto dabei lautet: Wir weigern uns, Feinde zu sein.

An diesem Abend spricht er von seiner Friedenvision und seiner Begegnungsstätte, aber auch von den zahlreichen Hindernissen, wie Gewalt durch Siedler, Verweigerung von Baugenehmigungen, Straßensperren, Landenteignung des palästinensischen West-Jordanlandes und von seinen Erfahrungen mit der israelischen Justiz.