Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten

Mittwoch, 19. Oktober 2016 um 19:30 Uhr
VHS Kaufbeuren, Spitaltor 5, Raum 105 (1. Stock)
Vortrag von Christian Artner-Schedler, Referent für Friedensarbeit, pax christi Augsburg
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Deutschland ist der größte Rüstungsexporteur Europas und liegt hinter den USA und Russland weltweit an dritter Stelle der Waffenlieferanten. Damit trägt Deutschland  zu weltweiter Flucht bei. Zu den Empfängern zählen Diktaturen und Konfliktregionen wie der Nahe und Mittlere Osten. Genau aus diesen Ländern kommen die meisten Flüchtlinge.

Im Vortrag werden anhand einer Präsentation die aktuelle landesweite Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“, die gesetzlichen Grundlagen und die wichtigsten Fakten zum bundesdeutschen Waffenhandel samt Handlungsmöglichkeiten vorgestellt.

Veranstalter:
Bündnis für Flüchtlinge Kaufbeuren, Ostallgäu und Umgebung
Kaufbeurer Initiative für Frieden, Internationalen Ausgleich und Sicherheit (KIFIAS)

Der Islam in Deutschland – Muslime unsere unbekannten Nachbarn

Mittwoch, 5. Oktober 2016 von 19:30 – 22:00 Uhr
Landratsamt Ostallgäu, Schwabenstraße 11, Marktoberdorf
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Der Islam in Deutschland. Fast täglich wird in den Medien über den Islam berichtet, meist in Zusammenhang mit Integrationsproblemen, Radikalisierung und Terror. Auf der anderen Seite leben wir in Deutschland bereits Jahrzehnte friedlich zusammen, teils Tür an Tür, mit Menschen anderen Glaubens.

Der Vortrag von Pater Lothar Bily (Fundamentaltheologe, Benediktbeuern) versucht aus christlicher Perspektive auf unsere muslimischen Nachbarn zu blicken. Basiswissen über die verschiedenen Ausprägungen des Islams und historisch gewachsenen Konflikten, sowie Einblicke in den konkret gelebten Glauben der Muslime in Deutschland sollen helfen, den Islam und die uns noch häufig unbekannten Nachbarn näher kennenzulernen.

Veranstalter:
Bischöfliches Seelsorgeamt Außenstelle Kaufbeuren in Kooperation mit dem Landratsamt Ostallgäu, Ehrenamtskoordination Asyl

https://www.facebook.com/events/416016225188920/

Wir weigern uns, Feinde zu sein

Vortrag und Diskussion mit Daoud Nassar aus Bethlehem
Mittwoch, 21. September 2016 um 19:30 Uhr
Haus St. Martin, Kaufbeuren, Spitaltor 4

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Daoud Nassar ist Palästinenser, Christ und Friedensaktivist. Er kämpft mit seiner Familie seit über 25 Jahren um sein Grundstück bei Bethlehem, das zu Ehren des Großvaters Dahers Weinberg heißt. Der Kampf ist ein Ringen mit der israelischen Militärbehörde, der Justiz sowie mit radikalen jüdischen Siedlern der nahegelegenen Siedlung Neve Daniel. Mitte Mai 2014 wurden 1500 Obstbäume und Weinstöcke durch israelische Bulldozer zerstört. Ein Ende des Prozesses, bei dem es letztlich um die Frage geht: Wem gehört das Land?, ist nicht in Sicht.

Nichtsdestotrotz hat Daoud Nassar vor Jahren sein Begegnungs- und Friedensprojekt „Zelt der Völker“ begonnen. Sein Motto dabei lautet: Wir weigern uns, Feinde zu sein.

An diesem Abend spricht er von seiner Friedenvision und seiner Begegnungsstätte, aber auch von den zahlreichen Hindernissen, wie Gewalt durch Siedler, Verweigerung von Baugenehmigungen, Straßensperren, Landenteignung des palästinensischen West-Jordanlandes und von seinen Erfahrungen mit der israelischen Justiz.

Patriarch Gregorios III. aus Damaskus in Kaufbeuren zu Besuch

Patriarch Gregorios III. aus Damaskus (Syrien) feiert am Sonntag, den 11. September 2016 um 19.00 Uhr Gottesdienst in der St. Martinskirche in Kaufbeuren.

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Gregorios III. Laham ist als Patriarch von Antiochien und dem Ganzen Orient, von Alexandrien und von Jerusalem das Oberhaupt der melkitisch griechisch-katholischen Kirche in einer derzeit sehr schwierigen politischen Situation vor Ort.

Im Anschluss an den Gottesdienst um ca. 20:15 Uhr lädt die Kath. Pfarreiengemeinschaft Kaufbeuren zu einer Begegnung mit Patriarch Gregorios III. ins Haus St. Martin (Spitaltor 4) ein. Gregorios III. wird auf den Krieg in Syrien und die Lage der Menschen zu sprechen kommen.

Ausstellung “Gott liebt die Fremden” zieht weiter

Die Wanderausstellung “Gott liebt die Fremden. Biblische Herausforderungen” zieht nun von Kaufbeuren weiter nach Mindelheim. Dort ist sie vom 12. bis 19. September 2016 in der Stadtpfarrkirche St. Stephan in Mindelheim (Pfarrstr. 1) zu sehen.

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Zuletzt war die Ausstellung zwei Monate in der Evangelischen Dreifaltigkeitskirche in Kaufbeuren zu sehen. Die Organisatoren – das Bündnis für Flüchtlinge, der AK Asyl Kaufbeuren, die Evang. Dreifaltigkeitskirche und die Kath. Pfarreiengemeinschaft Kaufbeuren – ziehen ein positives Resümee. Viele Besucher haben die Tafeln gesehen, die Flucht in der Bibel und heutige Flüchtlinge in Beziehung setzen. Auch in den Gottesdiensten und Andachten wurde das Thema immer wieder aufgegriffen, ganz nach dem Motto: Gastfreundschaft bringt Segen! Das gilt für den barmherzigen Samariter genauso wie für uns heute in der Begegnung mit Asylsuchenden.

Vortrag: Millionen auf der Flucht – Woher ? Wohin? Warum?

Dienstag, 26.7.2016, 19:30 Uhr
Volkshochschule Kaufbeuren, Spitaltor 5, Raum 105 im 1. Stock
Referent: Prof. Dr. Fritz Reheis

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Der Referent war akademischer Direktor am Lehrstuhl für politische Theorie der Universität Bamberg.  Er ist Verfasser zahlreicher Bücher, u.a. „Entschleunigung – Abschied vom Turbokapitalismus“, „Nachhaltigkeit – Bildung und Zeit“. Ein Schwerpunkt seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit liegt im Feld der Wechselwirkungen von Politik und Wirtschaft.

In seinem Vortrag am kommenden Dienstag analysiert er die weltweit steigenden Zahlen von Flüchtlingen. Wo liegen die Ursachen für die atemberaubende Zahl von über 60 Millionen Flüchtlingen auf dieser Erde? Sie sind eine große Herausforderung für uns und unsere Gesellschaft. Auch in unserer Stadt und in unserer Region kommen immer mehr Flüchtlinge an. Wie gehen wir damit um? Wie können wir, wie kann die Politik Einfluss nehmen auf die Ursachen der Fluchtbewegungen?

Erneut ein Brand in einer Unterkunft für Flüchtlinge in Kaufbeuren-Neugablonz

In einem Haus in der Grünwalder Straße, in dem u.a. Flüchtlinge wohnen brannte es am Donnerstag, den 13. Juli 2016 im Keller. Innerhalb von einem halben Jahr ereignete sich somit der dritte Brand in einer Flüchtlingsunterkunft in Kaufbeuren-Neugablonz.
Das macht einen einfach nur sprachlos…

Nähere Informationen unter: http://www.all-in.de/nachrichten/lokales/Schon-wieder-Feuer-in-Fluechtlingsunterkunft-in-Kaufbeuren-Neugablonz;art26090,2322360

Franz Alt zu Gast in Kaufbeuren

Wie Heimatlose unser Land bereichern

Vortrag Franz Alt

Am Mittwoch, den 30. März 2016 spricht Franz Alt um 20:00 Uhr im Stadtsaal Kaufbeuren (Augsburger Str. 2) zum Thema „Flüchtling – Jesus, der Dalai Lama und andere Vertriebene – Wie Heimatlose unser Land bereichern“ auf Einladung des Bündnisses für Flüchtlinge Kaufbeuren, Ostallgäu und Umgebung.

Der bekannte Journalist und Buchautor Franz Alt hat besonders zu den gesellschaftspolitischen Themen Abrüstung, Integration und Energiewende Stellung bezogen. Für sein Engagement wurde er mit Menschenrechts- und Umweltpreisen geehrt. Nun ist er in Kaufbeuren zu Gast mit seinem neuen Buch, in dem er verdeutlicht: „Flüchtlinge sind Gold wert. Sie werden unser Land bereichern, verändern und erneuern.“

Hand in Hand gegen Rassismus

Am Samstag, 19. März 2016 findet ein bundesweiter Aktionstag gegen Rassismus statt. Das Bündnis für Flüchtlinge beteiligt sich mit einem Infostand von 10 bis 13 Uhr in der Kaufbeurer Fußgängerzone (Obstmarkt).

Hand in Hand

Gerade angesichts der jüngsten Ereignisse: Brandanschläge in Kaufbeuren und Marktoberdorf sowie Allgida-Demo in Obergünzburg und Drohungen gegen den Pfarrer von Zorneding ist es wichtig, die Aktion “Hand in Hand gegen Rassismus” zu unterstützen und Kräfte gegen rassistische Hetze und Bedrohung zu stärken.
Nähere Informationen zum bundesweiten Aktionstag unter: http://hand-in-hand-gegen-rassismus.de

Über 1.500 Menschen bei Lichterzug in Obergünzburg

Eine eindeutige Antwort in Obergünzburg: Über 1.500 Menschen beteiligen sich beim Lichterzug “Hand in Hand für Menschlichkeit”. Damit wurde fremdenfeindlichen und rassistischen Gedankengut, wie es Neonazis und Rechtsextreme letzten Samstag unter dem Namen “Allgida” in die Straßen Obergünzburgs getragen hatten, eine klare Abfuhr gegeben.