Kategorie-Archiv: Allgemein

Demo: Es reicht – Ausbildung und Arbeit statt Abschiebungen

Bayernweite Demo zur Bayerischen Staatskanzlei
am Samstag, 24. Juni 2017 in München, Auftakt 13:00 Uhr Marienplatz

Es reicht

Mehrsprachiges Plakat zum Download: Es reicht – mehrsprachig mit Titelseite

Viele Helferkreise aus der Umgebung beteiligen sich mit dem Bündnis für Flüchtlinge an der Demonstration in München. Gehen wir gemeinsam auf die Straße: Ausbildung und Arbeit statt Abschiebungen!

Seit der Ankunft vieler Flüchtlinge im Sommer 2015 sind Viele in Bewegung geraten. Mit großem Engagement traten Tausende ehrenamtliche Flüchtlingshelfer*innen für eine großartige Willkommenskultur ein.
Nun stehen Geflüchtete und Unterstützer*innen vor einem Scherbenhaufen. Trotz großen Bemühens beim Deutscherwerb, bei der Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsplätzen wird diese Arbeit von zuständigen Behörden, von der bayerischen Staatsregierung und der Bundesregierung unterlaufen.
Über 100 afghanische Männer wurden in den letzten Monaten von Deutschland nach Kabul abgeschoben. Viele der Betroffenen arbeiteten jahrelang hier und waren bestens integriert; einige standen kurz vor ihrer Hochzeit. Andere wurden abgeschoben, obwohl sie schwer krank sind. Die Zahl derer, die von Abschiebung bedroht sind, ist um ein Vielfaches höher.
Flüchtlinge mit sogenannter „geringer Bleibeperspektive“, viele aus Afghanistan, bekommen Arbeitsverbote, sie dürfen nicht in Ausbildung, häufig gibt es nicht einmal einen Deutschkurs oder ein Praktikum.
Die Bedrohung durch Abschiebungen und Arbeitsverbote wirken wie ein Fallbeil gegen das Bemühen um Integration. Es verurteilt die Betroffenen zum Nichtstun und treibt viele in eine psychische Ausnahmesituation. Es ist ein Schlag ins Gesicht für alle Haupt- und Ehrenamtli-chen, für Schulen und Betriebe. Und es hat eine enorme Vergeudung von Steuergeldern zur Folge.
In Petitionen, unzähligen Briefen und vielfältigen Protestaktionen in ganz Bayern wurde diese menschenverachtende Ausgrenzungspolitik angeklagt und kritisiert.
Wir sagen: Es reicht! So kann es nicht weitergehen. Es muss sich endlich etwas bewegen. Integration darf nicht bestraft werden.
Wer einen Ausbildungsvertrag bekommt, soll eine Ausbildung machen dürfen. Wer eine Arbeit gefunden hat, soll diese antreten und behalten dürfen.

Wir wehren uns auch gegen die Spaltung von Flüchtlingen entlang einer „besseren“ oder „schlechteren“ Bleibeperspektive und wenden uns gegen diese menschenverachtende Politik. Wenn sich die Regierung nicht bewegt, müssen wir uns bewegen!
Kommt alle – Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, Geflüchtete, Lehrerinnen und Lehrer, Engagierte aus Initiativen, Menschenrechtsorganisationen, Verbänden und Parteien. Unser Protest muss laut und kraftvoll sein!

Kein Arbeitsverbot für Asylbewerber*innen!
Keine Verbote bei Bildungsangeboten und Ausbildung!
Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Wir erheben unsere Stimme – im Namen der Menschlichkeit!

Es rufen auf:
AHA! Asyhelferkreis Aschheim, Aktionsgruppe Asyl Landkreis Erding , Arbeitskreis Asyl Dachau, Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit, Asylhelferkeis Eichenau, Asylhelferkreis der Gemeinde Berg am Starnberger See, Asyhelferkresi Puchheim, Asyl Helferkreis Eching, Asylkreis Grafrath, Augsburger Flüchtlingsrat, Ausländer- und Integrationsbeirat Erlangen, Bayerische Ärzteinitiative für Flüchtlingsrechte, bayr. Landesarbeitsgemeinschaft FRIEDEN der LINKEN, Bayerischer Flüchtlingsrat, Bellevue di Monaco, Bündnis für Flüchtlinge Kaufbeuren Ostallgäu und Umgebung, Dachverband der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer Deutschlands VETO, Förderkreis Asyl Gauting e.V., Frauenverband Courage e.V. München, Helferbund Asyl e.V. Buchloe, Helferkreis Haimhausen, Helferkreis Asyl Obergünzburg, Helferkreis Miesbach, Helferkreis Schnaitsee, INITIATIVE Ausbildung statt Abschiebung Regensburg , Interkulturelles Forum e.V., Internationalistisches Bündnis, Jugendverband Rebell München, Junges Bündnis für Geflüchtete München, Kademos e.V., Kinder auf der Flucht e.V., Migrationsbeirat München, Morgen e.V., Münchner Flüchtlingsrat, Münchner Freiwillige – Wir helfen e.V., München ist bunt! e.V., Netzwerk Bildung und Asyl Bamberg, Netzwerk „Willkommen in Vilsbiburg“, Paritätischer Wohlfahrtsverband – Bezirksverband Oberbayern, Pro Asyl, Rechtshilfe für Ausländer/innen München e.V., Refugio München e.V., SchlauSchule, Trägerkreis Eine Welt Haus e.V., Trägerkreis Junge Flüchtlinge e.V., Ulmer Flüchtlingsrat, United Refugees, Unterstützergruppe „Asyl/Migration Dillingen a.d.D.“ e.V., Willkommen in Happurg

Frauen auf der Flucht

Frauenspezifische Fluchtursachen und Probleme geflüchteter Frauen und Mädchen
Vortrag von Juliane von Krause (Terre des Femmes e.V.)

Dienstag, 30. Mai 2017 um 19:30 Uhr
VHS Kaufbeuren, Raum 105 (1. Stock)
Spitaltor 5, Kaufbeuren

Frauen auf der Flucht

https://www.facebook.com/events/1831913513795098/

Veranstalter:
Bündnis für Flüchtlinge Kaufbeuren, Ostallgäu und Umgebung

Mitveranstalter:
Arbeitskreis Asyl Kaufbeuren
Deutscher Evangelischer Frauenbund Kaufbeuren
Katholischer Deutscher Frauenbund Herz Jesu, St. Dionysius und St. Peter und Paul Kaufbeuren
Frauen Forum Kaufbeuren
Abteilung Gleichstellung & Familie der Stadt Kaufbeuren

Die Veranstaltung wird gefördert durch den Integrationsbeirat der Stadt Kaufbeuren.

Hoffnung im Herzen, Freiheit im Sinn. Vortrag von Zekarias Kebraeb

Vier Jahre auf der Flucht von Eritrea nach Deutschland
Dienstag, 2. Mai 2017
20 Uhr
Haus St. Martin (Spitaltor 4, Kaufbeuren)

Vortrag Kebraeb1
Autor Zekarias Kebraeb erzählt von seiner vierjährigen Flucht von Eritrea nach Deutschland.

Eritreas Jugend kennt keine Zukunft: Mit Bussen werden die Abiturienten direkt nach der Zeugnisausgabe ins Militärlager gebracht, um dort unter Drill und Folter zu zerbrechen. Um dem zu entgehen, gibt es für den 17-jährigen Zekarias Kebraeb nur einen Ausweg: die Flucht nach Europa.

Vier Jahre dauert der Höllentrip, den Zekarias nur knapp überlebt. Er erleidet Hunger, Durst und Elend auf seinem Weg durch den afrikanischen Busch, die Sahara und übers Mittelmeer. In Italien angekommen, wähnt er sich am Ziel. Doch er stößt auf Ablehnung und Widerstand durch Polizei und Behörden. Wieder muss er fliehen, und der Wunsch, ein normales Leben in Freiheit zu führen, rückt abermals in weite Ferne.

Nähere Informationen unter: http://freiheit-im-sinn.blogspot.de

Übergabe der Unterschriften an Stephan Stracke MdB

Gegen die Abschiebung von Flüchtlingen nach Afghanistan

Über 1.500 Unterschriften haben Vertreter des Bündnisses für Flüchtlinge Kaufbeuren, Ostallgäu und Umgebung am 9. Februar an den Allgäuer Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke (CSU) übergeben. Stracke hatte sich spontan Zeit genommen für ein ausführliches Gespräch mit den Mitgliedern des Bündnisses  und lobte deren großes Engagement.
P1450914

Mitglieder des Bündnisses für Flüchtlinge übergeben die Unterschriftenlisten an den Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke. Von links: Thomas Melcher, Cornelia Paulus, Stephan Stracke, Günter Kamleiter und Michael Rösch.
Foto: Abgeordnetenbüro

In einem offenen Brief fordert das Bündnis gemeinsam mit allen Unterzeichnenden von den politisch Verantwortlichen sicheres Bleiberecht für Flüchtlinge aus Afghanistan sowie Zugang zu Integrations- und Sprachkursen für alle Flüchtlinge. Eine Abschiebung nach Afghanistan, das für sie kein sicheres Herkunftsland darstellt, betrachten sie als staatliches Unrecht.

Stracke zeigte Verständnis für die Sorge der ehren- und hauptamtlichen Helfer in der Flüchtlingsarbeit. Zugleich wies er darauf hin, dass nach Einschätzung des UNHCR die Sicherheitslage in Afghanistan deutliche regionale Unterschiede aufweise.

„Derzeit bewegt sich in Afghanistan sehr viel. Es ist an uns die Lage im Land aufmerksam zu verfolgen“, so Stracke. Neben den Kampfgebieten und Brandherden gebe es zweifelsohne sichere Provinzen. Deshalb müssen und werden im Rahmen des Asylverfahrens in jedem Einzelfall Schutzansprüche und zielstaatsbezogene Abschiebehindernisse geprüft werden. Es gilt dabei vor allem sicher zu stellen, dass die nach Afghanistan zurück geführten Personen bei ihrer Ankunft angemessen empfangen, aufgenommen und versorgt werden sowie dass sie den von ihnen gewünschten Zielort innerhalb des Landes sicher erreichen können.

Die Mitglieder des Bündnisses für Flüchtlinge wiesen dagegen darauf-hin, dass der UNHCR in seiner letzten Mitteilung das gesamte Staats-gebiet Afghanistans in einem innerstaatlichen bewaffneten Konflikt sieht und daher keine sicheren Provinzen ausgewiesen werden können.

Die Angst vor der Abschiebung in ein Kriegsgebiet hinterlässt Spuren in Kaufbeuren und im Ostallgäu: bei den afghanischen und anderen Flüchtlingen und bei Helfern, Lehrern, Ärzten und Arbeitgebern die mit ihnen in Kontakt stehen. „All die Bemühungen bei der Integration werden dadurch konterkariert“, betonte Michael Rösch vom Bündnis für Flüchtlinge.

Viele Menschen aus der Region können das harte Vorgehen der bayerischen Regierung, insbesondere die Arbeitsverbote für afghanische Flüchtlinge nicht verstehen. Dass in Deutschland die Lage in Afghanis-tan unterschiedlich bewertet wird, zeigt, so die Vertreter des Bündnisses, dass fünf Bundesländer sich im Moment weigern, Menschen nach Afghanistan abzuschieben.

Die im Dezember 2016 zurück geführten Personen, so konnte Stracke berichten, wurden bei ihrer Ankunft in Kabul vom afghanischen Flüchtlingsministerium, von IOM-Mitarbeitern, von der gemeinnützigen humanitären Organisation für psychosoziale Betreuung (IPSO), von Mitarbeitern der Deutschen Botschaft und der Bundespolizei vor Ort in Empfang genommen und versorgt. „Diese Betreuung ist für alle Rückführungsaktionen nach Afghanistan sichergestellt“, betonte der Abgeordnete.

Dr. Thomas Melcher vom Bündnis wies darauf hin, dass sich die Sicherheitslage in Afghanistan seit Dezember deutlich verschlechtert habe. „Sogar das Rote Kreuz hat deswegen vor kurzem seine Tätigkeit im gesamten Staatsgebiet von Afghanistan eingestellt“.

Es sei unverantwortlich, Flüchtlinge in ein derart unsicheres Land abzuschieben, zeigten sich die Vertreter des Bündnisses für Flüchtlinge überzeugt. Schließlich bedankte sich Dr. Cornelia Paulus vom Arbeitskreis Asyl für das ausführliche Gespräch und äußerte die Hoffnung, dass MdB Stephan Stracke die Anliegen der Unterzeichner des offenen Briefs aus dem Ostallgäu an die Verantwortlichen in Berlin weiterleitet.

Artikel auch im Kaufbeurer Stadtportal „Wir sind Kaufbeuren“
http://bit.ly/2lxSGeL

Monotheistischer Dreiklang + Sternfahrt

Dreiklang_big
Monotheistischer Dreiklang
Texte und Musik aus dem Christentum – Judentum – Islam

Donnerstag 2. März 2017 um 19:30 Uhr
Kolpingsaal Kaufbeuren (Adolph-Kolping-Straße 2a)

Musik kann zwar keinen Frieden stiften, aber sie kann Grenzen überwinden helfen. Am kommenden Donnerstag findet um 19:30 Uhr im Kolpingsaal Kaufbeuren eine religions- und kulturübergreifende Veranstaltung unter dem Titel „Monotheistischer Dreiklang“ statt. Es werden Texte und Musikstücke aus dem Islam, dem Judentum und dem Christentum vorgetragen. Dabei sind mehrere Musikgruppen und Lektoren aus Nah und Fern an der 90 minütigen Abendveranstaltung beteiligt.
https://www.facebook.com/events/1845759802361072/

Sternfahrt nach München
Samstag, den 4. März starten die Helferkreise in Oberbayern eine gemeinsame Sternfahrt, um auf aktuelle Missstände der Asylpolitik (Arbeitsverbot/ Abschiebung nach Afghanistan) aufmerksam zu machen.
Mitglieder aus Helferkreisen aus dem Ostallgäu und Kaufbeuren sind eingeladen sich daran zu beteiligen. Abfahrt am Bahnhof Kaufbeuren ist um 10:10 Uhr. Dabei soll vor allem der 1. Waggon benutzt werden. Aller Teilnehmer sind eingeladen mit Warnwesten zukommen, die mit Sprüchen beschriftet sind.

Die Sternfahrt soll öffentlichkeitswirksam auf die Tutzinger Resolution hinweisen, die voraussichtlich einige Tage später an Herrn Innenminister Herrmann übergeben wird. Vertreter von mindestens 100 Unterstützerkreisen kommen in München zu einem Gruppenbild zusammen. Mit Nahverkehrszügen kommen Vertreter der Helferkreise aus allen Ecken Oberbayerns (Garmisch, Oberammergau, Landsberg, Kaufering…) in einer Sternfahrt in die Landeshauptstadt. An möglichst vielen Haltestellen steigen schneeballmäßig Helferkreise zu. Treffpunkt ist jeweils der erste Wagon.
Die Abfahrtszeiten der Endpunkte, Knotenpunkte und Landkreisstädte siehe Zugfahrplan: https://www.asylimoberland.de/fileadmin/user_upload/uk_ueberregional/Zugfahrplan-Sternfahrt__002_.pdf
In München treffen sich die Teilnehmer aus den Helferkreisen um kurz nach 11:40 Uhr an den Gleisen 5 bis 10 am Holzkirchner Bahnhof (Hauptbahnhof) bzw. 12 Uhr auf der Treppe unter der Bavaria an der Theresienwiese zu einem Gruppenbild.

Theater „Anders als du glaubst“
Theaterstück über Juden, Christen und Muslime
Berliner Theater Compagnie
Donnerstag,  9. März 2017 um 20:00 Uhr
Stadtsaal Kaufbeuren (Augsburger Straße 2)

Ob unter dem Deckmantel der Religion machtpolitische oder wirtschaftliche Interessen ausgetragen werden, ob fanatische Gläubige aufeinander losgehen: Religion hält her für Terroranschläge, Eroberungen, Mord und Totschlag. Eine fromme Muslima, eine gläubige Christin, ein gottesfürchtiger Jude, ein linker Atheist und ein eingefleischter Skeptiker. Ausgerechnet sie finden sich gemeinsam nach einem tödlichen Anschlag im postmortalen Niemandsland.
https://kulturring-kaufbeuren.reservix.de/tickets-anders-als-du-glaubst-in-kaufbeuren-stadtsaal-am-9-3-2017/e865196

Unterschriften-Aktion endet am 8. Februar

Offener Brief gegen die Abschiebung von Flüchtlingen aus Afghanistan

Mehrere Hundert Unterschriften sollen demnächst Landes- und Bundespolitikern übergeben werden, mit der Bitte um Korrektur der aktuellen Abschiebepraxis.
Bis zum 8. Februar 2017 kann der offene Brief (bitte klicken: keine-abschiebungen-von-fluechtlingen-nach-afghanistan) noch im Generationenhaus oder im Büro des Arbeitskreis Asyl Kaufbeuren (Ludwigstraße 24) unterzeichnet werden. Ausgefüllte Unterschriftenlisten sollten ebenfalls bis zum 8. Februar im Generationenhaus (Baumgarten 32, 87660 Kaufbeuren) abgeben bzw. eingesandt werden.

In dem offenen Brief wendet sich das „Bündnis für Flüchtlinge Kaufbeuren, Ostallgäu und Umgebung“ gegen die unmenschlichen Abschiebungen von Flüchtlingen nach Afghanistan. Das Land befindet sich seit Jahrzehnten im Krieg, der sich auch heute in heftigen Kämpfen, Brandanschlägen und Terror äußert. Afghanistan als ein sicheres Herkunftsland zu bezeichnen widerspricht den Menschenrechten und unseren christlichen Grundwerten. Der Abschiebe-Stopp der letzten Jahre muss auch weiter gelten.

Vortrag und Demo gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Zwei Veranstaltungen zu Afghanistan in Obergünzburg:

Afghanistan – Deutschlands ferner Freund
Information aus erster Hand durch Khwazik Mamozai
Mittwoch, 18. Januar 2017
Hirschsaal, Marktplatz 4, Obergünzburg
Beginn: 19:00 Uhr – Eintritt frei
Seit über 100 Jahren bestehen Beziehungen zwischen Deutschland und Afghanistan. Was geschah in der Zeit und was passiert im Moment?
Der Helferkreis Asyl in Obergünzburg lädt zu diesem Vortrag mit anschließender Frage- und Diskussionsrunde ein. Es sollen dabei auch die Erwartungen und Chancen für Afghanen auf eine gelungene Integration in Deutschland thematisiert werden.

Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan
Samstag, 21. Januar 2017
Treffpunkt: 14:00 Uhr Platz vor dem evang. Gemeindehaus in Obergünzburg
Kundgebung: ab ca. 14:30 Uhr am Marktplatz Obergünzburg
Unsere afghanischen Flüchtlinge sind massiv von Abschiebung bedroht.
Wir fordern: Bleiberecht für alle Flüchtlinge aus Afghanistan
Kundgebungsredner:
Barbara Lochbihler, Vizepräsidentin des Menschenrechtsauschusses des Europ. Parlaments
Remigius Kirchmaier, OStD Berufsschule MOD
Veranstalter:
Helferkreis Asyl Obergünzburg in Verbindung mit dem Bündnis für Flüchtlinge Kaufbeuren, Ostallgäu und Umgebung.

Nach wie vor sammelt das Bündnis für Flüchtlinge Unterschriften gegen die Abschiebung von afghanischen Flüchtlingen. Hier können Sie den offenen Brief zum Unterschreiben downloaden: keine-abschiebungen-von-fluechtlingen-nach-afghanistan

 

Frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr…

…wünscht das Bündnis für Flüchtlinge allen Menschen aus nah und fern!

Der Aussage des Augsburger Diözesan-Caritasdirektor Andreas Magg können wir uns nur anschließen:
„Indem Gott zu Weihnachten Mensch wurde, hat er dem Menschen eine Würde geschenkt, die ihm nunmehr zu Eigen ist und die ihm kein Staat, kein Gesetz oder irgendeine politische Partei nehmen kann.“
Den ganzen Artikel lesen Sie unter: https://www.caritas-augsburg.de/aktuelles/presse/abschiebung-der-afghanen-setzt-ein-fatal

Bitte unterstützen Sie unsere Unterschriftenaktion gegen die Abschiebung von Flüchtlingen nach Afghanistan. Sehen Sie dazu bitte den untenstehenden Artikel.

Keine Abschiebung von Flüchtlingen nach Afghanistan

Bündnis für Flüchtlinge sammelt Unterschriften für offenen Brief

Unterstützen auch Sie den offenen Brief des Bündnisses an untenstehende Politiker indem Sie ihn unterschreiben. In der jetzigen Lage ist es unverantwortlich Menschen zurück nach Afghanistan zu schicken! Wir möchten uns den bundesweiten Aktionen gegen die Abschiebung afghanischer Flüchtlinge (u.a. von Pro Asyl und IPPNW) anschließen und regional noch mehr Gewicht verleihen.
Drucken Sie bitte folgende Datei (Offenere Brief: keine-abschiebungen-von-fluechtlingen-nach-afghanistan) aus und senden Sie die gesammelten Unterschriften an:
Bündnis für Flüchtlinge
c/o Generationenhaus
Baumgarten 32
87600 Kaufbeuren

Offener Brief an
Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel
Herrn Bundesinnenminister Thomas de Maizière
Herrn Ministerpräsident Horst Seehofer
Herrn Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann
Herrn Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke
Bundestagskandidaten für den Wahlkreis 257 Ostallgäu

Keine Abschiebung von Flüchtlingen nach Afghanistan

Afghanistan befindet sich seit Jahrzehnten im Krieg. Die gegenwärtige Lage ist geprägt von heftigen Kämpfen, Bombenanschlägen und Terror. Bedrohungen und Gewalttaten gegen die Zivilbevölkerung  gehören zum Alltag. Weit über eine Million Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht.

In ersten Halbjahr 2016 forderte der Krieg über 1.600 Tote und mehr als 3.500 Verletzte unter der afghanischen Zivilbevölkerung.

Die humanitäre Situation in Afghanistan ist laut UNHCR (Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen) katastrophal.* Eine Besserung ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten.

Wer Afghanistan zum sicheren Herkunftsland erklärt, verschließt seine Augen vor der Wirklichkeit.

In den letzten Jahren galt ein Abschiebe-Stopp für Flüchtlinge aus Afghanistan. In der jetzigen Lage will Deutschland die afghanischen Flüchtlinge wieder zwangsweise zurück schicken, nachdem sie oft unter Lebensgefahr bis zu uns gelangt sind. Unter ihnen machen sich zunehmend  Verzweiflung und Angst vor Abschiebung breit. Selbst afghanische Flüchtlinge in Ausbildung sollen in Bayern abgeschoben werden. Auch die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfer in der Flüchtlingsarbeit leiden unter dieser schlimmen Situation.

Wir sehen Zwangsabschiebungen nach Afghanistan als staatliches Unrecht an, das den christlichen Grundwerten und dem humanitären Empfinden widerspricht und „weder durch staatliche Verträge, noch durch das Grundgesetz gedeckt ist.“*

Deshalb fordern wir von allen politisch Verantwortlichen:

  • Keine Abschiebungen von Flüchtlingen nach Afghanistan
  • Sicheres Bleiberecht für Flüchtlinge aus Afghanistan
  • Zugang zu Integrations-und Sprachkursen für alle Flüchtlinge

 *Offener Brief der IPPNW (Internationale Ärzte in sozialer Verantwortung) an Bundeskanzlerin, Bundesregierung und Innenminister
vom 17.11.2016

Zur Finanzierung einer Anzeige für die Kampagne in der lokalen Presse sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Wir freuen uns über eine Überweisung auf das Konto von Dagmar Werner, IBAN: DE49734500003595097647 bei der Sparkasse Kaufbeuren mit dem Stichwort: „Bündnis“. Vielen Dank!

Global denken – lokal handeln

Wie hängen Fairer Handel und Fluchtursachen zusammen?
Vortrag mit Diskussion

Dienstag, 15. November 2016 um 20:00 Uhr
Hotel Hasen, Ganghoferstraße 7, Kaufbeuren
Referent MdB Uwe Kekeritz, Bündnis 90/Die Grünen

vortrag-uwe-kekeritz

„Entwicklungspolitik fängt bei uns vor der Haustüre an. Unsere Städte und Gemeinden können Politik mit dem Einkaufswagen machen“, ist der Bundestagsabgeordnete Uwe Kekeritz überzeugt.

„Wir tragen große Verantwortung, wenn Kinder in Steinbrüchen und Bergwerken ausgebeutet werden. Wenn Näher und Näherinnen ihre Familien aufgrund der miserablen Bezahlung nicht satt bekommen oder wenn aus Kostengründen die Umwelt gnadenlos zerstört wird. Zur Änderung dieser Verhältnisse sind sowohl die internationale Politik als auch wir vor Ort gefordert“, gibt Kekeritz zu bedenken.

Jede Kommune kann einen Beitrag für die „Eine Welt“ leisten. Städte und Gemeinden können positives Beispiel für ihre Bürgerinnen und Bürger sein, wenn sie nach ökologischen und sozialen Kriterien beschaffen. Und nicht nur das: Die Kommunen können entwicklungspolitische Bildungsarbeit leisten. Auch können sie durch Partnerschaften mit Kommunen aus Entwicklungsländern sowie durch die Integration der hier lebenden Migrantinnen und Migranten investieren und zugleich profitieren.

Eintritt frei