Keine Abschiebung von Flüchtlingen nach Afghanistan

Bündnis für Flüchtlinge sammelt Unterschriften für offenen Brief

Unterstützen auch Sie den offenen Brief des Bündnisses an untenstehende Politiker indem Sie ihn unterschreiben. In der jetzigen Lage ist es unverantwortlich Menschen zurück nach Afghanistan zu schicken! Wir möchten uns den bundesweiten Aktionen gegen die Abschiebung afghanischer Flüchtlinge (u.a. von Pro Asyl und IPPNW) anschließen und regional noch mehr Gewicht verleihen.
Drucken Sie bitte folgende Datei (Offenere Brief: keine-abschiebungen-von-fluechtlingen-nach-afghanistan) aus und senden Sie die gesammelten Unterschriften an:
Bündnis für Flüchtlinge
c/o Generationenhaus
Baumgarten 32
87600 Kaufbeuren

Offener Brief an
Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel
Herrn Bundesinnenminister Thomas de Maizière
Herrn Ministerpräsident Horst Seehofer
Herrn Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann
Herrn Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke
Bundestagskandidaten für den Wahlkreis 257 Ostallgäu

Keine Abschiebung von Flüchtlingen nach Afghanistan

Afghanistan befindet sich seit Jahrzehnten im Krieg. Die gegenwärtige Lage ist geprägt von heftigen Kämpfen, Bombenanschlägen und Terror. Bedrohungen und Gewalttaten gegen die Zivilbevölkerung  gehören zum Alltag. Weit über eine Million Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht.

In ersten Halbjahr 2016 forderte der Krieg über 1.600 Tote und mehr als 3.500 Verletzte unter der afghanischen Zivilbevölkerung.

Die humanitäre Situation in Afghanistan ist laut UNHCR (Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen) katastrophal.* Eine Besserung ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten.

Wer Afghanistan zum sicheren Herkunftsland erklärt, verschließt seine Augen vor der Wirklichkeit.

In den letzten Jahren galt ein Abschiebe-Stopp für Flüchtlinge aus Afghanistan. In der jetzigen Lage will Deutschland die afghanischen Flüchtlinge wieder zwangsweise zurück schicken, nachdem sie oft unter Lebensgefahr bis zu uns gelangt sind. Unter ihnen machen sich zunehmend  Verzweiflung und Angst vor Abschiebung breit. Selbst afghanische Flüchtlinge in Ausbildung sollen in Bayern abgeschoben werden. Auch die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfer in der Flüchtlingsarbeit leiden unter dieser schlimmen Situation.

Wir sehen Zwangsabschiebungen nach Afghanistan als staatliches Unrecht an, das den christlichen Grundwerten und dem humanitären Empfinden widerspricht und „weder durch staatliche Verträge, noch durch das Grundgesetz gedeckt ist.“*

Deshalb fordern wir von allen politisch Verantwortlichen:

  • Keine Abschiebungen von Flüchtlingen nach Afghanistan
  • Sicheres Bleiberecht für Flüchtlinge aus Afghanistan
  • Zugang zu Integrations-und Sprachkursen für alle Flüchtlinge

 *Offener Brief der IPPNW (Internationale Ärzte in sozialer Verantwortung) an Bundeskanzlerin, Bundesregierung und Innenminister
vom 17.11.2016

Zur Finanzierung einer Anzeige für die Kampagne in der lokalen Presse sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Wir freuen uns über eine Überweisung auf das Konto von Dagmar Werner, IBAN: DE49734500003595097647 bei der Sparkasse Kaufbeuren mit dem Stichwort: „Bündnis“. Vielen Dank!

4 Gedanken zu „Keine Abschiebung von Flüchtlingen nach Afghanistan

  1. Solange Afghanistan nicht sicher ist und sich dort die Lage nicht beruhigt, wäre es ein Verbrechen, unsere Flüchtlinge dorthin abzuschieben. Wer will schon dort leben, wo er nicht weiß, ob er morgen noch leben wird oder gefoltert wird!!!
    Abschiebung ist keine Lösung.
    Wer abschieben will, ist ein potenzieller Mörder.
    Sie erinnern mich an die 3 Affen: nichts hören, sehen und ……..

  2. Auch hier in Hopferau sind afghanische Flüchtlinge, deren Asylantrag abgelehnt wurde. Im Deutschkurs arbeiten sie extrem motiviert mit. Einer von ihnen macht eine Lehre zum Hotelkaufmann, ein anderer arbeitet am Bau. Sie sind alle sehr freundlich und bereit sich zu integrieren. Ich wünsche mir sehr, dass sie bleiben können. Sie sind eine Bereicherung für unseren Ort.

  3. Es ist eine Schande, wie Afghanistan in den letzten Jahren militärisch zerstört wurde.
    Die Leittragenden sind die Menschen ohne Waffen, denen gilt unsere ganze Unterstützung.
    Die Bundesregierung macht sich mit der Abschiebung friedlicher Afghanen zwei Mal schuldig!

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